PESTAS-Videos:

Die Videos mit Tipps und Tricks findest Du in der Trickkiste.










Weihnachten

SpielAktiv Innsbruck 2014

PESTAS-Bilder:

Die Geschichte der PESTAS

(Erzählt vom PESTAS-Entwickler Engelbert Stängl)

Die Geschichte der PESTAS beginnt in Südamerika, genauer gesagt in Ecuador.

Dort wurde 1977 von Rebeca und Mauricio Wild eine Schule mit einer revolutionären pädagogischen Idee gegründet.

Die Kinder in dieser Schule mussten nicht stillsitzen und auf einen Lehrer achtgeben, sie mussten nicht vorbestimmten Lehrstoff pauken, sie wurden nicht geprüft und benotet.

Was sonst? Sie hatten eine besonders vielfältige Umgebung zur Verfügung, und freundliche Erwachsene zur Begleitung und Unterstützung. Dort durften sie sich frei bewegen, frei wählen was sie wann, wie und mit wem tun, spielen und lernen wollten.

Diese Schule hatte den Namen Centro Experimental Pestalozzi, und wurde meistens nur liebevoll "der PESTA" genannt. Und damit sind wir auch schon auf den Spuren der PESTAS:

Ein Knabe, der inzwischen schon ein junger Mann ist, besuchte vor langer Zeit diese Schule. Seine Eltern waren Entwicklungshelfer in Ecuador, und eines Tages war es Zeit, wieder nach Europa zurück zu kehren. Er bekam ein Abschiedsgeschenk, gefertigt in der hauseigenen Tischlerei des "Pesta": Bunt lackierte Plättchen aus Sperrholz, sie wurden Dominos genannt, und waren wohl auch im "Pesta" schon ein beliebtes Spiel für kleine und große Kinder.

Zurück in Europa siedelte sich die Familie unseres jungen Freundes in Herzogenburg an, wo gerade zu dieser Zeit eine Schule nach dem Vorbild des "Centro Experimental Pestalozzi" gegründet worden war, die Lernwerkstatt, und es war natürlich naheliegend, dass er ab nun diese Schule besuchte.

Jahre gingen ins Land, aus dem Knaben wurde ein Jugendlicher, und aus der Lernwerkstatt wurde eine erfolgreiche Alternativschule (inzwischen übersiedelt ins Wasserschloß Pottenbrunn), die auch meine Kinder besuchten.

Irgendwann entstand dann die Idee, solche Dominos auch für die Lernwerkstatt zu machen. Die Schulkinder selbst bemalten die Sperrplatten mit allen verfügbaren Lackresten ihrer Eltern, und ich wurde gebeten, die Dominos nach dem Vorbild der "Ur-Pestas" aus Ecuador zu schneiden. (Ich bin Tischler, und hatte eine kleine Werkstatt, die sich bestens dafür eignete.)

Schnell zeigte sich, was für ein erstaunliches Potential zum spielen, tüfteln, entdecken, lernen und Spaß haben in diesen kleinen Bausteinen steckte, und es entwickelte sich ein wahres Domino-Fieber in der Lernwerkstatt.

Daher begann ich recht bald, auch für befreundete Familien Dominosteine zu bauen, und bei jeder neuen Produktion entwickelten wir sie ein Stückchen weiter. (Wir, das sind vor allem meine jungen Freunde, die so gerne damit spielten, und ich.)

Wir testeten verschiedene Proportionen, verschiedene Oberflächen, Farbsysteme und Farbgebungen, bis letztlich ein richtig ausgereiftes Produkt entstand.

Nach einiger Zeit entschied ich mich dann, dieses Produkt für einen größeren Markt zu produzieren, und was es dazu noch brauchte, war ein Name. Und damit schließt sich dieser kleine Kreis, da ich mit dem Namen "PESTAS" diese besondere Schule in Ecuador und ihre Gründer würdigen möchte, die so viele spannende Impulse in mein Leben gebracht haben.